PostHeaderIcon BBC Sound of 2013

Was hört die Musikwelt 2013 - BBC " Sound of" weiß es

Was hört die Musikwelt 2013 - BBC " Sound of" weiß es

Das BBC-Ranking „Sound of …“ gilt als sicheres Trend-Barometer für die internationale Musik-Szene. Es wird jährlich durchgeführt, und alle Preisträger des vorherigen Jahres konnten im Jahr darauf ihren großen Durchbruch feiern. Mitte Dezember wurde die Liste der 15 nominierten Pop-Künstler veröffentlicht, nun wurden auch schon die Preisträger von der Jury bestimmt. Die nominierten kamen aus allen Nischen der Musikszene. Egal ob Indie oder R´n´B, alle hatten die Jury zuvor mit ihren Darbietungen beeindruckt.

Sieger: Drei Schwestern aus L.A.

Den ersten Rang belegten bei der Wahl „Sound of 2013“ die drei “HAIM”-Schwestern aus Los Angeles. Sie machten auch schon als „Rockinhaim“ auf sich aufmerksam, als sie noch zusammen mit ihren Eltern durch die Staaten tourten. Mittlerweile haben sie sich von den Eltern künstlerisch emanzipiert und gehen musikalisch eher in Richtung Pop. Als Vorbilder nennen sie die Girl-Band TLC und den Rhythm and Blues der 90er-Jahre. Die Schwestern Este, Danielle und Alana wurden zwischen 1986 und 1991 geboren und werden von den BBC-Verantwortlichen als eine Art zeitgenössische Destiny´s Child mit Indie-Einschlag bewertet. 

Glaubwürdigkeit und Flow setzen sich durch 

Den zweiten Platz ergatterten Aluna Francis und George Reed von AlunaGeorge aus London. Ihre futuristische Mischung aus Dancefloor und Pop wurde von der Jury besonders aufgrund ihrer Glaubwürdigkeit positiv bewertet.

Auf dem dritten Platz landete die 21-jährige Angel Haze. Bei ihren Rap-Songs, die vor allem von ihrem bewegten Leben inspiriert wurden, fällt vor allem der beeindruckende Flow der Künstlerin auf. 

Sounds of..: Beste Chancen auf den Durchbruch

Der vierte Platz ging an die 26-jährige Laura Mvula mit ihrem frischen Sound, einer Mischung aus Billie Holiday und den Beach Boys. Am 4. März erscheint ihr erstes Album „Song to the Moon“. Auf dem fünften Rang landeten die drei Glasgower von Chvrches mit ihrem melancholischen Synthie-Pop.

Bilderrechte: © Popova Olga – Fotolia.com

PostHeaderIcon Shout Out Louds mit neuem Album

Eis für den Plattenspieler - ob das gut geht?

Eis für den Plattenspieler - ob das gut geht?

Die schwedische Indie-Rockband „Shout Out Louds“ aus Stockholm lässt mal wieder von sich hören. Vorab allerdings nur mit der Single „Blue Ice“, das Album soll Anfang 2013 folgen. Weitere Information hat die Band noch nicht preisgegeben, dafür sorgt sie aber mit ihrer neuen Single schon für genug Aufsehen. Damit ist nicht der musikalische Beitrag gemeint, wobei man den hier auch nicht untergraben sollte – oder eher einfrieren. Für ihre Fans hat sich die junge Indieband nämlich was ganz Besonderes einfallen lassen. Ihre Single „Blue Ice“ haben sie entsprechend dem Titel als „Eisplatte“ rausgebracht: eine 7-Inch Eis-Vinyl. Eine Revolution der Schallplatten! Nur zehn Stück gibt es zurzeit.

So funktioniert die Eis-Platte

Und wer denkt, sich verlesen zu haben – nein, es ist wirklich wahr. Und es funktioniert sogar! Man bekommt ein Paket zugeschickt mit einem Behältnis, in der die Schallplatte enthalten ist und eine Flasche Wasser dazu, das Wasser füllt man nun über die Schallplatte in das Behältnis. Dann wird das eigenartige Konstrukt in den Kühlschrank gesteckt, nach sechs Stunden holt man es schließlich heraus und muss es ganz sanft aus dem Gehäuse befreien. Et voilà – die Eisplatte ist bereit zum Auflegen. Man muss keine Sorge um seinen Plattenspieler haben, Frontmann Adam Olenius erklärt detailliert, wie man die eisige Angelegenheit zu behandeln hat. Vinyl-Liebhaber können sich jedenfalls freuen, durch den veränderten Aggregationszustand ergibt sich ein ganz neues Soundfeeling. Das besteht im unverständlichen Rauschen. Trotz revolutionärer Idee muss man sagen, dass der Song erheblich an Qualität einbüßt.

Single auch im Netz downloadbar

Aber kreativ ist es und passt sich den eisigen Tagen an. Ein schöner Start in den Winter! Und wem sein Plattenspieler zu kostbar ist, für so eine riskante Angelegenheit, kann auch ganz bequem die neue Single auf der Facebook-Seite der Band downloaden. Da kann man auf das Album von „Out Shout Louds“ ja nur gespannt sein.

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PostHeaderIcon Bon Iver – Der Mann aus den Wäldern

Melancholischer Akustik-Folk: Bon Iver verzaubert die Welt

Melancholischer Akustik-Folk: Bon Iver verzaubert die Welt

„Weird Folk“, das ist jenes musikalische Genre, das seit den späten 90er-Jahren als Renaissance des Folks wieder Einzug in die Wohnungen junger, hipper Menschen hält. CocoRosie, Moldy Peaches oder Devendra Banhart sind die aktuell wohl bekanntesten Akteure. Ihre Musik ist bisweilen etwas befremdlich, CocoRosie beispielsweise mischen Rap, Operngesang, Beatbox und Klavier in wunderschönen und ziemlich melancholischen Stücken auf eine wirklich eindrucksvolle Art und Weise. Folk und melancholische Akustikklänge sind allgemein sehr angesagt. Einer, von dem man es vor ein paar Jahren vielleicht gar nicht gedachte hätte, ist bei dieser Folk-Welle ganz obenauf.

Justin Vernon, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Bon Iver, ging eines Tages in die Wälder Wisconsins. Es war Winter und hundekalt, doch er zog es vor, sich in die Einsamkeit zurückzuziehen, um dort in Ruhe einige Songs zu schreiben. Ein wenig später stand das Album „For Emma, Forever Ago“ in den Plattenläden und verzauberte die halbe Welt. Gemeinsam mit seinen Bandkollegen reist Vernon seither um den Globus und hinterlässt stets Spuren Melancholie wie auch Euphorie.

Mit Geige, Keyboard, Bass, Gitarre, Percussions und einem Bläsersatz versammeln Bon Iver auf der Bühne so ziemlich alles an Instrumenten, was man sich nur wünschen kann und kreieren dabei Klangteppiche, die sehr dicht und fein geknüpft sind. Immer wieder finden sich in ihnen aber auch Brüche, wenn sie sich beispielsweise einige Sounds anderer großer Künstler – Cher, Guns’n'Roses oder Phil Collins – borgen. Eines ihrer bekanntesten Stücke ist sicherlich „Skinny Love“ – die meisten werden es aus der TV-Serie “Grey’s Anatomy” kennen.

Egal, ob nun in einer riesigen Konzerthalle oder allein zu Hause auf dem Sofa: Bon Iver vollbringen es, eine unheimlich intime Atmosphäre zu erzeugen, in der man sich so warm und wohlig fühlt, dass man ganz vergisst, dass der Winter vor der Tür steht.

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PostHeaderIcon So war das John-Cale Konzert

Kein Velvet Underground mehr: In der Berliner Passionskirche spielt am Dienstagabend John Cale ganz neue Songs

Kein Velvet Underground mehr: In der Berliner Passionskirche spielt am Dienstagabend John Cale ganz neue Songs

70 Jahre jung und viel Pepp in seinen Stücken. Der weißhaarige Musiker John Cale spielt in der Berliner Passionskirche vor allem seine neuen Songs. Die Velvet-Underground-Klassiker lässt er weitestgehend weg.

Im Alter besinnt man sich gern auf Vergangenes. Die Erinnerungen an große Erfolge verdichtet sich in Geschichten, die man immer wieder erzählt. Ganz anders der Avantgardemusiker Cale, der auch noch mit 70 Jahren nach vorn blickt. Dabei kann er doch stolz auf das sein, was er erreicht hat. Er ist Meister auf der Bratsche und dem Piano. Seit seinem Studium am Londoner Musikkonservatorium war Aaron Copland sein Mentor und in John Cage fand er einen Partner. Mitte der Sechsiger gründete er mit Lou Reed die unvergessene Gruppe Velvet Underground.

Doch in der Passionskirche am Dienstagabend ist so gar nichts von Velvet Underground zu hören. Stattdessen kündigt Cale an, bevor er mit seiner vierköpfigen Band loslegt: „Heute Abend hört ihr jede Menge neue Stücke.“ Mit struppigen Haar steht Cale in einem gewöhnungsbedürftigen rosa Jackett hinter seinem Keyboard. Weiter auf der Altarbühne spielt Dusty Boyer die E-Gitarre, ganz in Manier des Progrock. Bassist Joey Maramba schlägt die Seiten und stimmt sich mit Alex Thomas, der am Schlagzeug sitzt, auf den rockigen Rhythmus ein. Langsam, aber konsequent spielt die Truppe und die raue Stimme Cales legt sich darüber wie eine der tiefen Seite seiner Bratsche.

Die Playlist des Abends beinhaltet vor allem Songs seines neuen Albums „Shifty Adventures in Nookie Wood“ und aus seiner Mini-LP „Extra Playful“ von 2011. Nur selten spielt Cale seine alten Songs. Im Gegensatz zu seinen alten experimentierfreudigen Balladen, ist „Nookie Wood“ frisch und rhythmisch. Die Funk-Beats und HipHop-Grooves stimmen zum Tanzen ein.

Die Stücke vermitteln den Willen zur musikalischen Jugendlichkeit. Den hat Cale eigentlich nicht nötig, er ist kein alter Mann, der sich dem Altern widersetzt. Viel mehr fehlt ihm jedes Altern, deshalb ist auch jetzt noch einiges von ihm zu erwarten.

Bilderrechte: © panthermedia.net/ 160022 (Heike Jestram)

PostHeaderIcon Lena ist zurück – Neue Musik schon in den Charts

Lena ist zurück - die Hannoveranerin ist mit ihrem neuen Album "Stardust" bereits wieder in den Charts und im kommenden Frühjahr auch live auf der Bühne unterwegs

Lena ist zurück - die Hannoveranerin ist mit ihrem neuen Album "Stardust" bereits wieder in den Charts und im kommenden Frühjahr auch live auf der Bühne unterwegs

Lena Meyer-Landrut ist mit ihrem neuen Album zurück in der deutschen Musiklandschaft und damit auch schon in den Charts gelandet. Mit „Stardust“ legt die 21-jährige Sängerin, die viele Deutsche vor allem wegen ihres Eurovision-Songcontest Gewinns kennen, in nur zwei Jahren ihr drittes Studioalbum vor. Die beiden Vorgängeralben kann man zum Beispiel auch dort erwerben. Günstig und gegebenenfalls auch gebraucht. Jetzt neu im Handel und auch auf allen Download-Plattformen erhältlich: “Stardust”. Mit „Stardust“ beweist Lena nun erneut, dass sie nicht nur 2010 etwas zu melden hatte, als sie mit ganzen 76 Punkten Vorsprung den Songcontest in Oslo für Deutschland abräumte – auch wenn es 2011 nur zu einem mäßigen Platz reichte.

Was die Sängerin von anderen Popstars unterscheidet, ist ihre charmante, unschuldige Art. Die junge Sängerin wuchs in einem gutbürgerlichen Haus in Hannover auf, und ihr englischer Akzent sorgte sicherlich auch schon für den einen oder anderen Lacher. Das ist Lena aber ganz egal, die es eigentlich gar nicht mag, allzu sehr im Rampenlicht zu stehen. Zwischendurch schrieb sie sich etwa für das Studium der Philosophie und Afrikanistik an der Universität Köln ein.

Doch sie merkte schnell, dass sie lieber ihren musikalischen Weg weiter bestreiten möchte. Am dritten Studioalbum arbeiteten zahlreiche internationale Songschreiber mit, unter anderem die Schwedin Linda Carlsson und der Brite Johnny McDaid. Es ist aber übrigens das erste Album ohne ihren Entdecker und Förderer Stefan Raab. Der bekam das Album laut Lena aber als einer der Ersten vorgespielt – und zeigte sich positiv überrascht.

Dass Lena aber kein Popsternchen werden will, sondern noch ganz andere Pläne verfolgt, lässt sich im aktuellen „Gala“-Interview nachlesen. Dort erzählt Lena, dass sie auch vorzüglich stricken kann und das in 20 Jahren auch auf ihrem eigenen Bauernhof mit vielen Kindern und Tieren praktizieren will. So häusliche Pläne findet man bei Stars doch eher selten. Aber gerade deshalb liebt Deutschland ja auch ihre Lena.

Bilderrechte: © panthermedia.net/razihusin (Mohamad Razi Bin Husin)

PostHeaderIcon Bandbus im Test: Der Renault Kangoo

Musiker unterwegs

Musiker unterwegs

Vans und Mobile sind nicht nur etwas für kinderreiche Familien. Denn wie sollte eine Band mit allen Mitgliedern, Musikinstrumenten und dem ganzen Equipment sonst bei einer Tour quer durchs Land kommen? Natürlich muss es nicht direkt ein Luxus-Bus wie bei den großen Popstars sein – den meisten Bands wird dafür sowieso das nötige Kleingeld fehlen, denn das erhofft man sich ja gerade durch eine Tournee einzunehmen.

Wer sein Equipment schon einmal mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch eine Stadt transportieren musste, der wird es danach kein zweites Mal tun. Auch Taxifahrten sind keine gute Alternative – neben dem horrenden Preis wollen die meisten Taxifahrer gar nicht erst viel Gepäck mitnehmen. Geht es darum, auch in Nachbarstädten oder gar einmal im Ausland zu spielen, kommt man gar nicht um ein eigenes Gefährt herum.

Als Bandbus eignen sich viele Autos, je nachdem, was das Bandbudget eben her gibt. Preiswert, praktisch und recht komfortabel sind gebrauchte Vans wie der Renault Kangoo. Zum Glück gibt es im Internet viele gebrauchte Mobile in verschiedenen Farben und aus unterschiedlichen Gebieten – eine Zweimann-Kombo braucht natürlich weniger Platz als ein Orchester. Ist der richtige Van gefunden, muss er natürlich noch passend zur Band gestaltet werden.

Ein eigener Tourbus bringt viele Vorteile mit sich: Zur Not kann dort übernachtet werden, falls der Gig und das versprochene Hotelzimmer doch einmal plötzlich ins Wasser fallen. Alle Instrumente und das gesamte Equipment ist immer mit dabei. Beim Aufbau vor Ort muss also nicht auf irgendwelche Kabel gewartet werden. Kommt unterwegs Stimmung auf, kann schnell eine Runde improvisiert werden. Von vielen erfolgreichen Bands und Musikern weiß man, wie sehr das Gefühl, „on the road“ zu sein, zu neuen Songs inspiriert. Und viele Veranstalter werden erfreut darüber sein, dass sie sich nicht um die Anreise kümmern müssen und das entsprechend finanziell entschädigen. Ein Tourbus bringt nicht nur gute Laune und viel Gemeinschaftsgefühl für die Band, sondern auch garantiert mehr Gigs!

Bilderrechte: © panthermedia.net/ 125623 (Scott Griessel)

PostHeaderIcon Hallo Welt! – Das Comeback von Max Herre

Bild: © Jamiga - Fotolia.com - Max Herre präsentiert sein neues Album

Bild: © Jamiga – Fotolia.com – Max Herre präsentiert sein neues Album

Der mit der Band Freundeskreis bekannt gewordene Rapper Max Herre ist mit einem neuen Solo-Album zurück und ruft “Hallo Welt”!

Comeback aus dem Holzhaus

Im Holzhaus, seiner eigenen Radiostation mit Ausblick über die Stadt sitzt Max Herre und textet, komponiert und produziert. Allerdings sendet sein Piratenradio kein Programm, sondern ist die Kulisse für das Cover und auf für Videos seines neuen Albums, welches seit dem 20.08.2012 auf dem Markt ist. Nach dreijähriger Pause meldet sich der Songwriter und Rapper nun zurück zeigt uns, dass sein Album ein komplexes Hörspiel ist, welches sowohl unterhält, lust zum Tanzen macht, aber sich auch politisch bekennt.

Persönliches und Kooperationen

Auch eine persönliche Note gibt es im Album. Zum einen singt er ein Lied für seine Tochter Vida, das die Liebe eines Vaters zu seiner Tochter wunderschön beschreibt, zum anderen erzählt er in dem Lied “Berlin-Tel Aviv” die Geschichte einer jüdischen Familie, die ihre Tochter 1938 allein nach Tel Aviv schickt, um sie vor den Nazis zu schützen. Dieses Lied, sagt Max Herre, ist auch Teil seiner Familiengeschichte, denn seine Großmutter war Jüdin. So sind die Songs auf diesem Album melancholisch, traurig, aber manchmal auch voller Liebe und Glück. Auch viele Gemeinschaftsprojekts findet man auf der neuen Platte. “Wolke 7″ heißt beispielsweise ein Song, den Max Herre gemeinsam mit Philipp Poisel performed.

Stuttgarter Familienmensch in Berlin-Schöneberg

Die Band Freundeskreis verhalf dem gebürtigen Stuttgarter Ende der 90er-Jahre zum Erfolg. Die Platten verkauften sich gut und sie hatten viele Fans. Irgendwann wurde ihm dies jedoch alles zu viel und er zog sich zurück. Im Laufe der Jahre veröffentlichte er zwei Alben und wohnt inzwischen mit seiner Frau, der Sängerin Joy Denalane, und seinen Kindern in einer Wohnung in Berlin-Schöneberg.

Mit seinem neuen Album folgt er nach eigenen Aussagen seinem Lebensprinzip: “Am Ende des Tunnels gibt es immer ein Licht”.

PostHeaderIcon Das Phänomen der Sommerhits

Bild: © panthermedia.net/yanlev - Sommerparty

Bild: © panthermedia.net/yanlev - Sommerparty

Jedes Jahr aufs Neue ist es wieder soweit. Des einen leid, des anderen Freud dröhnt er unablässig aus dem Radio, wird im Supermarkt gespielt und beschallt die Tanzfläche im Urlaub und zu HaUse: dem Sommerhit des Jahres kann man nur schwer entkommen. Seit einigen Jahrzehnten schon geistern die Bands, die es zumeist nur zu einem One-Hit-Wonder bringen durch die Charts, verdienen sich einen Sommer lang eine goldene Nase und gehen in die Geschichte der Sommercharts ein.

Die Rezeptur für solche Hits ist einfach, und das ist zeitgleich auch das Erfolgsrezept. Ein simpler Beat, eine Melodie zum Mitsingen, hier und da ein paar lateinamerikanische Rhythmen, vielleicht noch eine Steel Pan für das authentische Gefühl. Dazu einen Text, der sich ums tanzen, Spaß haben, die Liebe und die Sonne dreht. So einfach ist das, so berechnend ist das Konsumverhalten der Menschen. Es ist Sommer und wir haben Urlaub, also braucht es seichte Unterhaltung. Ein Erfolgsrezept ist auch der Griff in die Musikgeschichte, ein geklauter Basslauf oder eine Textzeile eines Oldies mit eingebaut, und die Klickzahlen bei youtube schnellen noch einmal in die Höhe.

Der Klassiker aus dem Jahr 1996, an den sich ein jeder von uns erinnern wird: Die Macarena von der Band Los del Rio. Gehört hat man von Ihnen nach ihrem kometenhaften Aufstieg nichts mehr, aber immerhin können sie sich auf die Fahne schreiben, einen der albernsten Tänze, die es je gab, publik zu machen: eine ganze Nation tanzet in diesem Jahr die moderne Version des Ententanzes. Apropos Tanz, mit einer Mischung aus Merengue und Carimbó, zwei lateinamerikanischen Tänzen konnte die Gruppe Kaoma im Jahr 1989 mit dem Titel Lambada Deutschland zum Tanzen bringen. Ein paar Jahre später, 1999 dann, waren es Mambo, Jive und der Sänger Lou Bega, der mit dem Hit Mambo No.5 die deutschen Hüften kreisen ließ.

PostHeaderIcon Musik- und Konzert-Tipps: die richtigen Smartphone-Apps

© javier brosch - Fotolia.com

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Ob nun in der Bahn, bei er Arbeit, im Auto oder einfach zu Hause – überall hat man die Möglichkeit, Musik zu hören. Von den Anfängen des Walkmans bis hin zum MP3-Player haben sich die Möglichkeiten und die Menge an Musik, die man mitführen konnte, ständig vergrößert. Heutzutage muss man in der Regel zum Glück gar nicht mehr auf ein Extragerät zurückgreifen, um Musik zu hören, da man ja gemütlich auf dem Handy oder Smartphone locker seine halbe Musiksammlung unterbringen kann. Doch auch das reicht nicht mehr, so gibt es jetzt eine ganze Reihe an starken Musik-Apps, mit der man die unterschiedlichsten Dinge anstellen kann. Mitschneiden, Mitsingen oder selbst komponieren – alles ist möglich! Die App des Musikstreaming-Portals “play.fm” zum Beispiel ermöglicht einem in den ersten 90 Tagen einen grenzenlosen Zugang zu allen Sounds. Fast jedes Genre und jeder Geschmack werden bedient, wobei hauptsächlich die Freunde elektronischer Musik profitieren. Nach den ersten 90 Tagen wird das Angebot zwar auf fünf Stunden pro Monat reduziert, doch ist es möglich, ein Premium-Abo abzuschließen, das es erlaubt, die rund 30 000 DJ-Mitschnitte uneingeschränkt zu hören. Wer eher ein Fan vom guten alten Radio ist, der wird sicher mit der App “Tune-In Radio” glücklich. 40 000 verschiedene Radiostationen informieren und unterhalten euch den ganzen Tag. Wer schon immer mal einen Song gehört hat, den er unbedingt auch als Klingelton haben wollte, der sollte auf “MP3 zu Klingelton” zurückgreifen. Dort kann man seinen Wunschtrack locker als Klingelton zurechtschneiden. Eine besondere App ist auch die “Eventim”-App. Eventim hat als einer der größten Ticketanbieter weltweit eine klasse App parat, die einen immer über anstehende Konzerte und Events unterrichtet. So sucht die App die passenden Events je nach Aufenthaltsort, Musikgeschmack oder Lieblingsinterpret. Die Musik, die man auf dem I-Phone hat, kann von der App gelesen werden und gibt Bescheid, sobald eine Band daraus in eurer Nähe auftritt. Die Tickets können dann direkt mit der Applikation gebucht werden, wobei leider nur die „Bestplatzbuchung“ möglich ist. Dennoch ist die App erste Wahl, wenn man immer über die Konzerte und Events seiner Favoriten Bescheid wissen möchte. Doch alle gutgemeinten App-Tipps nützen nichts, ohne die nötige Smartphone-Power – die Webseite von smartchecker hilft eventuell dabei, gleich noch das passende neue Handy zu finden. Vergleichen lohnt sich immer! 

PostHeaderIcon Popkomm vor dem endgültigen Aus?

© PROBilder - Fotolia.com

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2012 wird die Musikmesse Popkomm nicht mehr im Rahmen der Berlin Music Week stattfinden. Die Veranstalter sagen, dass das Konzept überarbeitet werde; laut Kritikern der Musikindustrie handelt es sich jedoch viel mehr um den Niedergang einer Messe, die in der heutigen Welt nicht mehr benötigt wird.

Seit 2004 fand die Messe Popkomm in Berlin statt – aber nicht jedes Jahr. Schon 2009 wurde sie abgesagt. Die Veranstalter behaupteten, der Grund für die Absage sei ihr Verzicht auf diese Veranstaltung, um ihrem Protest gegen die Musikpiraterie Ausdruck zu verleihen. Schon damals behauptete die Presse, dies sei nur ein Vorwand, um das Sterben eines veralteten Formates totzureden; Musik werde in Zeiten digitaler Vervielfältigungsformen halt nicht mehr von Großkonzernen gemacht, die sich an Messeständen treffen; sie seien als Vermittler zwischen Künstlern und Fans immer weniger wichtig. So feierten manche die wohl endgültige Beerdigung der Popkomm dieses Jahr als Sieg über die einst dominante Musikindustrie.

Man kann das Ende der Popkomm als Sieg oder Niederlage sehen, oder als „konzeptionelle Neuausrichtung“, wie es die Veranstalter selbst nennen. Tatsache ist, dass die Berlin Music Week sich dadurch verändert. Business steht nun weniger im Mittelpunkt; Optimisten sehen dadurch mehr Platz für Künstler und Fans. Tatsächlich ist die Musikszene dieses Jahr prominent vertreten durch Paul Kalkbrenner, Sigur Rós, Franz Ferdinand oder The Killers.

Die Frage ist also nicht in erster Linie, ob die Popkomm wiederkommt oder nicht; für manche ist sie schon beantwortet (mit nein), für andere ist viel interessanter, wie sich die Berlin Music Week ohne Messestände von Plattenfirmen entwickelt.

Die nächste Berlin Music Week fängt am 5. September 2012 an. Auch dieses Jahr wird der Flughafen Tempelhof das Zentrum der Veranstaltung sein.