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PostHeaderIcon So war das Melt! 2011

MELT! / yeahs

Die Festival-Saison ist schon lange eröffnet. So geben eine große Anzahl von Festivals die Klinke in die Hand. Mit dabei sind alte Hase wie etwa das Hurricane, das Open Flair oder aber das Wutzrock. Aber auch unzählige interessante Neulinge kommen jedes Jahr dazu, wobei die einen mehr und die anderen weniger begeistern. Interessant ist auch immer zu beobachten welcher Künstler auf welchem Festival spielt und auf wie vielen insgesamt in Deutschland. So ist es auch beeindrucken wenn Fanta 4 am Freitag noch im Rostocker Raum die Bühne rockt und am Sonntag schon wieder in Eschwege die Fans zum grölen bringt. Da sieht man, die Künstler die die Festivals lieben haben alle Hände voll zu tun um wirkliche viele Festivals mitzunehmen und dabei gewesen zu sein.

Vor kurzem war ein Festival in der Nähe von Berlin. Dabei handelt es um kein geringeres als das Melt!-Festival. Dies gibt es auch schon seit ein paar Jahren und hat sogar schon legendären Charakter, woran nicht zuletzt Deichkind Schuld sind und ihren Anteil tragen.

Dieses Jahr wurde der Trend bestätigt, der sich in den letzten Jahren schon immer weiter verdeutlichte und voranschritt. So wir das MELT! immer mehr zu einer Mainstream Techno Veranstaltung. Dies ist sehr erstaunlich, da es damals als doch eher rockorientiertes Festival startete. Doch wie kann es sein, dass ein Festival sich so wandelt und dies auch übersteht, immerhin würde ein Wandel ohne den Wandel der Musiker und vor allem des Publikums gar nicht funktionieren? Wie kann es sein, dass Pulp mit zu den letzten klassischen Rockbands auf dem Festival gehören?

Ganz einfach: Die Bands haben sich gewandelt. So war beispielsweise Deichkind noch nie so Electro orientiert, wie in den letzten Jahren. Und diesen Trend gehen viele Bands, die sich damals ganz klar von der “New Wave” Bewegung distanzierten mit. Somit ist es eigentlich Melt, welches die Veränderungen der Bands und Zuschauer weiterführt und sich dadurch verändert.

Letztendlich gibt der Erfolg dem MELT! recht, so war dieses wieder Wochen vor dem Start ausverkauft.

PostHeaderIcon Cindy Lauper wird nicht leiser

Cindy Lauper / Jeff Henshaw

Mit ihren 58 Jahren bringt Cindy Lauper die Bühne wieder zum Kochen.

Dafür benötigt sie keine großen Effekte bei der Bühnenshow. Eine einfache Bühne, das Schlagzeug in der Mitte und 2 Keyboards. Die Scheinwerfer lassen eine bläuliches Licht auf die Bühne werden,welches ab und zu die Farbe wechselt, dass war es bereits an “Bühneneffekten”.

Cindy fesselt das Publikum auch nach 30 Jahren noch. Denn als sie bei ihrem Tourauftakt in Hamburg die Bühne betritt, springt das Publikum auf klatscht und tobt. Rund 1000 Fans jubeln die Sängerin an,während sie in einem engen ledernen Outfit mit ihren wasserstoffblonden Haaren die Bühne rockt.

Mit Hits wie “Girls Just Wanna Have Fun” stürmte sie in den 80er Jahren die Charts. In ihrem jetzigem Album “Memphis Blues” schlägt sie eher leisere Töne an, als früher. Doch ihre hohe,kraftvolle Stimme hat sie beibehalten.

Ihr Programm bildet eine Symbiose zwischen den Klassikern der 80er Jahre und aktuellen Blues-Songs. Ihren wilden Tanzstil hat Cindy dennoch behalten. Sie fegt über die Bühne, springt auf Stühle und gibt sich ganz publikumsnah, in dem sie beim performen durch die Reihen des Konzertsaals tanzt und Hände schüttelt.

Die Pop-Ikone und ihre 5-köpfige Band bringen das Publikum buchstäblich zum Kochen. Der Höhepunkt des Abends bleibt aber immer noch ihr Hit “Girls Just Wanna Have Fun“, bei dem die Gäste pfeifen und jubeln.

Nach knapp 2 Stunden Programm mit Klassikern aus den 80ern, ruhigen und wilden Blues-Songs und einigen Instrumentalen Einlagen ihrer Band verabschiedet sich Cindy mit dem wunderschönen Song “True Colours”.

Zum Dank erhält sie tosenden Applaus und einige Liebeserklärungen. Der Charme der ausgeflippten Pop-Sängerin ist auch mit 58 Jahren noch nicht verflogen.